Die 100 Seen-Tour. Der Blog zu meiner Fahrradtour durch die Schweiz und Frankreich. 1.300 km über Konstanz - Bregenz - Luzern - Bern - (Genf) - Grenoble - Gap - Sisteron - Aix-en-Provence - Saintes-Maries-de-la-Mer nach Montpellier.
Montag, 10. September 2012
Aix-en-Provence
Die ganze Stadt erscheint harmonisch in Gelb- und Ockertönen. In der Abendsonne ist dies ganz besonders schön, wenn durch die Gassen der Altstadt das klare Licht der Sonne scheint und der Himmel blau ist.
Die Häuser haben alle die langen Fenster und Läden, die bis zum Fußboden gehen. Davor ist meist ein nicht hohes, schmiedeeisernes Gitter.
Die ganze Stadt ist ein einziges Freiluftrestaurant. Es gibt zig Plätze in der Altstadt, auf denen es Bars, Cafés, Restaurants, ... gibt - ein Platz schöner als der andere! Bei lauen Temperaturen sitzt man da und erzählt oder man steht mit vielen anderen einfach auf der Straße mit seinem Glas Wein in der Hand. Ich meine: wenn man nicht alleine ist, wie ich, natürlich...
Es gibt eine Prachtstraße / Flaniermeile, auf der haushohe Platanen stehen und an dessen Ende sich ein Springbrunnen befindet. Die rechte Seite ist mit Restaurants gepflastert - einfach optimal, um Leute zu beobachten.
Die Stadt hat etwas Spanisches. Von der Ausgehkultur kommt sie durchaus an Madrid heran.
Es gibt sehr viele junge Leute. Von den älteren haben einige einen "künstlerischen Touch": sie sehen so aus, wie Leute, die Bilder malen oder eine Galerie besitzen. Banker hingegen hab ich keine gesehen (wie sahen die nochmal aus??).
Touristen gibt es auch, aber es hält sich in Grenzen und sie fügen sich sehr gut in das allgemeine Stadtbild ein.
Ich habe sehr viele Bilder gemacht und bin aus den Staunen gar nicht mehr herausgekommen. Die Stadt hat eine sehr angenehme Atmosphäre.
Im Reiseführer steht: "Nach der Stadt befragt, in der sie am Liebsten wohnen möchten, antworteten die meisten Franzosen mit Aix-en-Provence."
Ich weiß jetzt warum.
Der zweite Teil der Etappe: Provence aus dem Bilderbucj
Der Boden war richtig rotbraun und es gab viele mit dem ganz besonderen Geruch, den Kiefernwälder aussenden.
Dann Weintrauben und Olivenhaine, und zwischendrin immer mal ein Gehöft.
Und dann als Krönung drei Châteaus, die EUR in einem Dornrößchenschlaf liegen und noch keinen Touristen gesehen haben. Hmmm.... Einfach schön!
Wer das geplant hat, gehört bestraft
Nicht nur dass es Unsinn ist - es hat noch eine Menge Geld gekostet. Ein einfacher weißer Strich hätte es auch getan...
Der erste Teil der Etappe: durch das Tal der Durance und am Kanal entlang
18. Tag: Manosque - Aix-en-Provence
Am Morgen hat es erstmal gedauert, bis ich aus der Gegend von Manosque draußen war: es gab viel Verkehr und enge Straßen - ich musste mich zwischen Autos und Lkws irgendwie durchwurschteln, bis endlich der Autobahnanschluss kam und dann ein Großteil des Verkehrs wegfiel.
Weiter ging es dieses Mal auf einer breiteren Straße, einer Art Landstraße mit mäßigem Verkehr. Hier ging es schneller voran, als die letzten Tage: die Schlaglöcher haben gefehlt.
Meistens ging es entlang eines Kanals, der zur Stromerzeugung genutzt wird, und unterwegs kam ein großes streng bewachtes Kernforschungszentrum. "Cadrache" oder so. Es war riesig groß und die Zäune drum herum sahen aus wie ab der Berliner Mauer, mit Signaldraht und so. Muss mal zu Hause nachschauen, was das ist.
Der Höhepunkt des ersten Teils der Etappe war die Stelle, an der die Durance ein Bergmassiv durchbricht und sich Fluss, Kanal, Landstraße und Autobahn den engen Raum teilen müssen.
Zwei alte Brückentore zeugen von der Vergangenheit.







