Tolle Stadt!
Der erste Eindruck gestern war aber zwielichtig. Ich bin immer dem Radweg entlang gefahren. An einer Stelle war dieser jedoch gesperrt und ich musste einen anderen Weg nehmen.
Ich bin dann sozusagen aus Versehen in eine Art eingezäunte Asylantensiedlung (?) geraten. Die Leute sahen sehr nach Sinti und Roma aus. Es waren Container aufgestellt. Hier gehörte ich mit meinem Fahrrad sicher nicht her. Kein einziger fuhr Fahrrad! Also nix wie weg.
Weiter ging es dann durch Unigelände und an trostlosen Studentenwohnheimen vorbei. Das hat was von DDR.
Und dann stand ich im Stau. Das heißt: ich weniger, aber die anderen. An den großen Kreuzungen ging nichts mehr. Es dauerte Minuten, bis sich ein Auto einen Meter weiterbewegte.
Ich also mehr auf dem Bürgersteig, als auf der Straße zum nächsten Hotel.
Das erste Hotel, in dem ich fragte, hatte nur noch ein Studio und ein Appartment frei. Na gut, dachte ich: kannst du dir ja mal ansehen. Ich mir also den Schlüssel geben lassen und in den 5. Stock gefahren, schließe die Tür auf und - das Zimmer ist.offenbar belegt: die Betten sind nicht gemacht, es stehen Getränke herum, usw.
Zum Glück habe ich die Bewohner nicht bei irgendwas überrascht...
Ich habe dann darauf verzichtet, mir in diesem Hotel noch ein weiteres Zimmer anzuschauen und ein anderes Hotel gefunden.
Heute morgen dann Stadtrundgang und als erstes mit der Seilbahn auf die Bastille: was für ein Ausblick! Die Stadt unter mir und die Berge im Hintergrund - phantastisch! Und wenn nicht so ein Waschküchenwetter wäre, wäre es sicher noch besser.
Die Seilbahn war übrigens nicht ohne: sechs Leute passen in diese Furzkabine und sitzen rund um die Mitte herum. Vor einem gibt es nicht viel Boden: bis zu den eigenen Füßen reicht er noch - dann beginnt das Plexiglas und man kann fast senkrecht nach unten schauen.
Zum Glück war der äußere Eindruck wenigstens gut: beste Technik aus den Siebzigern. Top in Schuss. Es hat an allen Ecken und Enden gequietscht und geknarrt... hmpf...
Die 100 Seen-Tour. Der Blog zu meiner Fahrradtour durch die Schweiz und Frankreich. 1.300 km über Konstanz - Bregenz - Luzern - Bern - (Genf) - Grenoble - Gap - Sisteron - Aix-en-Provence - Saintes-Maries-de-la-Mer nach Montpellier.
Mittwoch, 5. September 2012
Grenoble 2
Die Stadt finde ich sehr sympathisch. Viele Studenten, viele Cafés, schöne Plätze. Teils prachtvolle Häuser.
Im Gegensatz zum Beispiel zu Genf wirkt diese Stadt sehr viel authentischer. Man hat das Gefühl, die Leute, die hier sind, wohnen, arbeiten, studieren hier auch und sind nicht etwa wegen des Geldes hier.
Es passt einfach alles viel besser zusammen. Und das macht es sympathisch.
Im Gegensatz zum Beispiel zu Genf wirkt diese Stadt sehr viel authentischer. Man hat das Gefühl, die Leute, die hier sind, wohnen, arbeiten, studieren hier auch und sind nicht etwa wegen des Geldes hier.
Es passt einfach alles viel besser zusammen. Und das macht es sympathisch.
Waschtag
Angesichts dessen, dass ich gestern so spät angekommen bin, ich heute waschen muss und ich aber auch gerne noch was von Grenoble sehen möchte, hab ich mich entschlossen, hier einen Tag "frei" zu nehmen.
Da ich vor zwei Tagen über 100 km gefahren bin, bin ich dem Plan voraus und kann es mir leisten.
Um die Ecke vom Hotel ist ein Waschsalon und daneben eine Bäckerei. Das passt hervorragend.
Ich also meine schmutzige Wäsche zusammengepackt und zum Waschsalon: die "8 kg Speed Queen"-Waschmaschine kann meine Wäsche problemlos aufnehmen.
Nachdem ich die Maschine eingeschaltet habe, bin ich nach nebenan in die Bäckerei und habe deux Pain au chocolat und einen Kaffee gekauft - sehr lecker -, und nun gibt es zu Abwechslung mal französisches Frühstück im Waschsalon!
So ist das eben auf der Radtour: man nimmt die Gelegenheiten wie sie kommen.
Die Alternative wäre gewesen, im Hotel zu frühstücken. Das hätte 17,50 EUR extra gekostet. Aber da ich gestern Abend ausgiebig gegessen habe und heute morgen gar nicht so viel Hunger habe, hätte sich das nicht gelohnt.
Da ich vor zwei Tagen über 100 km gefahren bin, bin ich dem Plan voraus und kann es mir leisten.
Um die Ecke vom Hotel ist ein Waschsalon und daneben eine Bäckerei. Das passt hervorragend.
Ich also meine schmutzige Wäsche zusammengepackt und zum Waschsalon: die "8 kg Speed Queen"-Waschmaschine kann meine Wäsche problemlos aufnehmen.
Nachdem ich die Maschine eingeschaltet habe, bin ich nach nebenan in die Bäckerei und habe deux Pain au chocolat und einen Kaffee gekauft - sehr lecker -, und nun gibt es zu Abwechslung mal französisches Frühstück im Waschsalon!
So ist das eben auf der Radtour: man nimmt die Gelegenheiten wie sie kommen.
Die Alternative wäre gewesen, im Hotel zu frühstücken. Das hätte 17,50 EUR extra gekostet. Aber da ich gestern Abend ausgiebig gegessen habe und heute morgen gar nicht so viel Hunger habe, hätte sich das nicht gelohnt.
Frühstück im Waschsalon
Warum kann eigentlich kein deutscher Bäcker Croissants oder Pain au Chocolat so gut wie in Frankreich backen??
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