Von da an beginnt die Camargue. Es gibt noch einen verschlafenen Ort, aber dann ging es auf holprigen Feldwegen oder Deichen durch menschenleeres Gebiet.
Nur Natur. Eine riesige Weite. Flach wie eine Scheibe. Die Wege meist ein bisschen erhöht, einen Meter oder so. Daneben dann rechts und links entweder eine Art Steppe, die mich sehr an die Pusta in Ungarn erinnert hat. Oder Seen, die entweder noch Wasser führen oder ausgetrocknet sind. Sie sind höchstens ein paar cm tief.
Ich habe Flamingos gesehen, sowie die berühmten weißen Pferde der Camargue. Und schwarze Rinder.
Die meisten Seen waren ausgetrocknet und haben sich in eine Art Mondlandschaft verwandelt. Ein ganz eigentümliches Bild: eine leicht erhöhte Holperpiste führt kilometerlang durch Steppen und Mondlandschaften - ein Bild, wie ich es vorher so noch nie gesehen habe. Vor allem wegen ihrer Weite und der eigentümlichen Farben. Die Camargue ist schon etwas ganz Besonderes. Und das war sicher ein Highlight heute!
Ich bin vor den Schnaken gewarnt worden: in einem Reisebericht im Internet stand, dass einem die Biester sogar während der Fahrt auffressen. Das war allerdings überhaupt kein Problem: da die meisten Seen ausgetrocknet waren, gab es auch keinen Lebensraum für die Plagegeister.
Für mich ein Vorteil. Ich nehme an, dass das Bild der Camargue im Frühjahr ein ganz anderes ist: die Seen werden nicht ausgetrocknet sein und man wird viel mehr Wasservögel beobachten können. Dafür bekommt man es dann aber auch mit den Moskitos zu tun...

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen